Exorbitante Luxussaläre im Staatsbetrieb – Bund der Steuerzahler verlangt Halbierung der Entschädigung für den Staatsbetrieb BKW

Medienmitteilung Bund der Steuerzahler (BDS)

Über zwei Millionen Franken erhielt die Chefin der Bernischen Kraftwerke (BKW) im vergangenen Jahr. Das ist ein Anstieg von 56 Prozent. Trotz durchzogenem Geschäftsergebnis durfte sich die Konzernleitung über eine Anhebung des Grundsalärs um 20 Prozent freuen. Begründet wird dieser Sprung mit der Angleichung an «marktübliche Vergütungen». Für den Bund der Steuerzahler (BDS) ist dieses Argument ein Hohn, gehört doch der Energiekonzern BKW nach wie vor mehrheitlich dem Kanton Bern und geniesst damit faktisch eine Staatsgarantie. Jede Summe, die eine Totalvergütung von 1 Million Franken übersteigt, ist schlicht unanständig und nicht zu
vertreten!

Bei wirtschaftlichem Misserfolg haften die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, die als Stromkonsumenten nochmals zur Kasse gebeten werden, sollte der Betrieb in finanzielle Schieflage geraten. Besonders stossend ist, dass sich die BKW über zahlreiche Firmenübernahmen immer mehr in Dienstleistungsbereiche vorstösst und so privatwirtschaftliche Mitbewerber konkurrenziert. Die BKW mutiert immer mehr zu einem Grosskonzern mit Monopolstellung.

Der Bund der Steuerzahler ist auch erstaunt, dass der massive Saläranstieg vom Verwaltungsrat der BKW einfach so gebilligt worden ist und von der Berner Politik offenbar stillschweigend gutgeheissen wird. VR-Präsident ist alt Regierungsrat Urs Gasche von der BDP. Als Vertreter des Kantons Einsitz im Gremium hat auch der ehemalige SP-Regierungsrat Andreas Rickenbacher. Wenn diese Selbstbedienungsmentalität zum «Courant normal» gehört, ist auch nicht verwunderlich, dass die finanzielle Situation des Kantons Bern bis heute äusserst prekär und die Steuerbelastung für die Bernerinnen und Berner überdurchschnittlich hoch ist und wohl auf immer so bleiben wird!

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