Sind 240‘000 Franken nicht genug, Herr Tschäppät?

Berns Stadtpräsident Alexander Tschäppät wird künftig auch als Nationalrat amten. Damit zahlen die Berner Steuerzahler nun zweimal vollen Lohn für je eine halbe Leistung. Der Bund der Steuerzahler (BDS) fordert Alexander Tschäppät auf, seine Einkünfte aus dem Nationalrats-Mandat vollumfänglich der Stadtkasse abzuliefern.

Das Amt eines Stadtpräsidenten ist mit viel Verantwortung und dementsprechend mit vollem Einsatz des Amtsträgers verbunden. Der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät, welcher neu in den Nationalrat nachrutscht, wird wohl künftig nur noch ein Teilzeit-Stapi sein.

Damit werden die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bern für jährlich 240‘000 Franken einen Stadtpräsidenten erhalten, der nur noch die halbe Leistung erbringt. Gleichzeitig bezahlen sie den Stadtpräsidenten nochmals – hinzu kommt nämlich noch der Sold aus dem Nationalratsmandat.

Für den Bund der Steuerzahler ist diese Gangart – doppelte Kosten bei halber Leistung – nicht tragbar! Der BDS fordert von Alexander Tschäppät,

  • dass er entweder auf das Stadtpräsidenten- oder Nationalratsmandat verzichtet, oder
  • dass er seine Einkünfte als Nationalrat vollumfänglich der Stadtkasse abliefert.

Es ist bezeichnend, dass ausgerechnet ein Sozialdemokrat Doppelmandate innehat, die grosszügig entlohnt werden. Noch im Mai dieses Jahres forderte Alexander Tschäppät zudem eine massive Lohnerhöhung auf über 270‘000 Franken.

Der Bund der Steuerzahler wird sich gegen die Verschwendung von Steuergeldern für prunksüchtige Amtsträger wehren. Ebenso fordert der BDS den Gemeinderat auf, dass die im Jahr 2004 vom Volk angenommene Initiative „200‘000 Franken sind genug“ wortgerecht umgesetzt und die Löhne für Gemeinderatsmitglieder gekürzt werden!

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